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Spatenstich am CAMPO Breitenlee

Avatar of Oliver Moser von Oliver Moser -

Leuchtturmprojekt für die Entwicklung eines PLUS-ENERGIE-QUARTIERS

 

  • 557 geförderte Wohnungen, ein Kindergarten sowie eine Arztpraxis entstehen in U-Bahnnähe
  • Zukunftsfähiges Energiekonzept mit 100% erneuerbarer Energie
  • Konzeptes für gemeinschaftliches, nachbarschaftliches Wohnen in Wien umgesetzt
  • Fertigstellung für Sommer 2024 geplant

Nach rund zwei Jahren der intensiven Planung konnte am Montag, den 5. September 2022, unter Beisein von Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal, Stadtrat Jürgen Czernohorszky und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy der Spatenstich für das erste Pilotprojekt Wiens in Richtung Plus-Energie-Quartier erfolgen.

Die Wohnhausanlage am Bauplatz A der Podhagskygasse im 22. Wiener Gemeindebezirk, ein Gemeinschaftsprojekt von ÖVW Österreichisches Volkswohnungswerk und Mischek, ging als Gewinnerin aus einem Bauträgerwettbewerb der Stadt Wien hervor. Auf einer Nutzfläche von ca. 22.500 m2 werden insgesamt sieben Bauteile mit 324 Wohnungen sowie zahlreichen Flächen für Soziales und Gemeinschaftseinrichtungen errichtet. 

Auch auf Bauplatz B wurde bereits mit den Arbeiten begonnen. Hier konnte sich der Bauträger Eisenhof im vom wohnfonds_wien ausgelobten Bauträgerwettbewerb durchsetzen. Von den 233 errichteten Wohnungen sind 114 geförderten Miet- und 119 SMART-Wohnungen mit Superförderung. Abgerundet werden die drei Baukörper auf dem Bauplatz B durch eine Tiefgarage sowie attraktiv angelegte und bepflanzte Grünflächen und Freiräume. 

Die Anlage, direkt an Busstationen und nahe an zwei U-Bahnstationen gelegen, ist nicht nur bestens an den öffentlichen Verkehr angebunden, sondern auch in unmittelbarer Nähe von Bildungseinrichtungen und Naherholungsgebieten wie dem Hirschstettner Badeteich oder den Blumengärten.

Plus-Energie-Quartier mit Monitoring

Das hoch-innovative Energiesystem des Quartiers ermöglicht eine Versorgung mit 100% lokal erzeugter erneuerbarer Energie für Heizen und Kühlen. Für die Umsetzung des Wettbewerbskonzeptes sorgen Tiefenbohrungen, Bauteilaktivierung von Stahlbetondecken, Brunnen, hocheffizienten Wärmepumpen und eine Photovoltaikanlage. Fassaden- und Dachbegrünungen sowie intensiv durchgrünte Freibereiche samt Obstbaumfilter entlang der Grundgrenze sollen für eine natürliche Kühlung und ein angenehmes Mikroklima sorgen.

Gemäß dem Plus-Energie-Quartier-Konzept wurde der CAMPO Breitenlee mit einer jährlichen lokalen Überschussproduktion erneuerbarer Energien, einem jährlichen Netto-Nullenergieimport und Netto-Null-CO2-Emissionen geplant. Das macht den Stadtteil lebenswert und leistbar. 

Die Integration lokal erwirtschafteter Energieüberschüsse in das städtische Energiesystem und die damit einhergehende angestrebte Versorgungssicherheit gewinnt durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse und die Klimakrise immer mehr an Brisanz. Wien wird durch Projekte wie den CAMPO Breitenlee zum Vorbild für die Dekarbonisierung und profitiert auch ökonomisch vom damit verbundenen Know-how. Möglich wird die Entwicklung von Plus-Energie-Quartieren erst durch die enge Kooperation zwischen Stadt Wien, Forschungsorganisationen wie Urban Innovation Vienna, Fördergebern wie der FFG und Bauträgern, die die Vision mittragen. Im Falle des CAMPO wird die Planung auf dem Baufeld A von dem Forschungsprojekt „ZQ3Demo“ unter der Leitung von UIV Urban Innovation Vienna im Förderrahmen von „Stadt der Zukunft“ begleitet. BOKU, FH Technikum und das Institute of Building Research & Innovation untersuchen, optimieren und monitoren gemeinsam mit einem Expertenteam aus Bauträgern, Architekten und Fachplanern die ökonomische und ökologische Umsetzungs- und Betriebsmöglichkeiten im urbanen Kontext.

„Die ungeheuer spannende Aufgabe für uns als Bauträger besteht bei diesem Projekt darin, gemeinsam mit unseren Forschungspartnern Richtlinien und damit in weiterer Folge sogar Gesetzesgrundlagen für die Errichtung von Plus-Energie-Quartieren und damit eine energiesichere Zukunft des Wohnbaus zu schaffen“, so Stephan Jainöcker, Geschäftsführer von Mischek. 
„Mit dem Projekt EINFACH GUT WOHNEN in der Podhagskygasse im 22. Wiener Gemeindebezirk werden qualitativ hochwertige, aber dennoch kostengünstige Wohnungen errichtet. Dabei werden großzügige Lebensbereiche, ein vielfältiges, generationsübergreifendes Nutzungsangebot, diverse Kommunikationsflächen sowie ein breites Spektrum an Wohnungen für alle Familienverhältnisse und Bedürfnisse vorgefunden. Dieses Angebot wird durch das Zusammenspiel aus Architektur, Konfiguration und Vergabe der Wohnungen, der Gemeinschaftsräume und der zu den Gemeinschaftsflächen erweiterten Erschließungen geschaffen. Die Eisenhof ist darüber hinaus stolz, erstmals ein Energiekonzept für Wärme und Kälte zu realisieren, das zu 100% auf erneuerbare Energie setzt und mit Photovoltaik unterstützt wird.“ so Gerald Rubik, Geschäftsführer von Eisenhof.

Innovatives Wohnkonzept für alle Generationen

Die Projektnamen kommen nicht von ungefähr. Dem Campusgedanken folgend ist CAMPO Breitenlee eine neue Art der Nachbarschaft – mit zentralen Plätzen, zahlreichen Angeboten an Gemeinschaftseinrichtungen und einem vielfältigen Wohnangebot für alle Lebenssituationen und Generationen. Die auf Bauplatz B geplanten Wahlnachbarschaften bieten gemeinsame Allgemeinbereiche und viele kommunikative Möglichkeiten zum Austausch innerhalb der Nachbarschaft. Bei einem weiteren Teil der Wohnungen war es sogar möglich, über einen Wohnungskonfigurator in die Grundrissplanung einzugreifen. Diese Wohnungen konnten an die persönlichen, individuellen Bedürfnisse der Interessent:innen angelehnt werden. Für Alleinerziehende wird es ein eigens abgestelltes Kontingent an Wohnungen geben. Die Vergabe der Wohnungen für Alleinerziehende erfolgt erst kurz vor Bezug, damit bestehende soziale Netzwerke, aber auch das gewohnte (Wohn-)Umfeld erhalten bleiben.

Neben klassischem Wohnraum stehen in diesem Sinne auch Wohnverbund-Einheiten mit eigenständigen Wohnräumen sowie gemeinsamen Zonen für die Nutzung mehrerer Haushalte zur Verfügung. Die innovative Kombination aus individuellem und selbstbestimmtem Wohnen mit Anbindung an eine aktive Gemeinschaft ermöglicht nicht nur mehr Raum für weniger Geld, sondern auch generationenübergreifendes Miteinander.

Das Quartier wird darüber hinaus zentrale Freiräume mit vielfältigen Spiel- und Sportangeboten, einem Kindergarten sowie einer Arztpraxis, flexibel anmietbare Kleinbüros, mehrere Gemeinschaftsräume sowie einen Multifunktionsraum mit angrenzender Kantine umfassen. Gästen und Besucher:innen stehen Gäste-Apartments zur Verfügung.

Wesentlicher Bestandteil des Raumkonzeptes sind die vielen Freiflächen am CAMPO Breitenlee. Eine als Naturpark gestaltete Fläche mit dichter Bepflanzung ist ebenso vorgesehen wie eine terrassiert angelegte Naturbühne, ein Naturparcours, eine nutzungsoffene Wiesenfläche, ein Beachvolleyballfeld oder ein Urban-Gardening-Streifen.

Mehr Information

Partner Baufeld A: 
Bauträger: ÖVW / Mischek 
Architektur: synn architekten / Treberspurg & Partner Architekten 
Landschaftsplanung: Carla Lo Landschaftsarchitektur 
Soziale Nachhaltigkeit: JUNO / Neunerimmo / wohnbund:consult synn architekten / Treberspurg & Partner Architekten; Carla Lo Landschaftsarchitektur  

Partner Baufeld B: 
Bauträger: “Eisenhof“ Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft m.b.H.
Architektur: wup ZT-GmbH 
Landschaftsplanung: EGKK Landschaftsarchitektur 
Soziale Nachhaltigkeit: realitylab
einfachgutwohnen.at

Mischek Bauträger GmbH
Als Bauträger blickt die Mischek Bauträger GmbH auf 75 Jahre Erfahrung in der Immobilienentwicklung und im Baubereich zurück. Unsere Expert:innen initiieren, planen, realisieren und verwerten nachhaltige und ressourcenschonende Projekte, die auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt sind. Mit durchdachten Grundrissen und einer ressourcenschonenden Umsetzung schaffen wir einen wichtigen Beitrag zum leistbaren Wohnbau in Österreich.

Als Unternehmen der STRABAG SE gehört Mischek einem finanzstarken und innovativen Bautechnologiekonzern an. Mehr als 15.000 errichtete Neubauwohnungen, über 200 Wohnbauprojekte in Wien und ein starkes Netzwerk an Partner:innen zeichnen Mischek aus. Das aktuell größte Projekt ist die Wohnhausanlage „Green Eastside“ im Stadtentwicklungsgebiet „Leben am Langen Felde“ in Wien-Donaustadt.
www.mischek.at

Österreichisches Volkswohnungswerk Gem. Gesellschaft m.b.H.
„Willkommen daheim“ – unter diesem Motto errichtet das ÖVW moderne, hochwertige und urbane Wohngebäude mit maximaler Wohnqualität für den persönlichen Wohlfühlfaktor. Hierbei wird langfristig und nachhaltig gedacht, da sich Lebenssituationen verändern können und daher besonderen Wert auf flexible Wohnraumgestaltung gelegt. Es wird auf innovative Architektur und umweltbewusste Bauweise gesetzt und Objekte so positioniert, dass sie einen idealen Mix aus Urbanität und Naherholung bieten können. Sämtliche Liegenschaften des ÖVWs werden auch als Immobilienverwaltung betreut, wodurch erstklassiger Service und Betreuung zugesichert werden kann. 

Das ÖVW blickt auf eine langjährige Erfahrung im Wohnbaubereich zurück. Es wurde bereits 1954 gegründet und ist Teil des Österreichischen Verbands Gemeinnütziger Bauvereinigungen. Mit über 11.000 Wohneinheiten kann das ÖVW Wohnträume für jedes Budget und jede Lebenssituation erfüllen. Seit 1984 ist das ÖVW zu 100% Tochter der Erste Bank. Für Kunden bedeutet das Sicherheit und Stabilität. In dieser Partnerschaft können auch Lösungen für die individuelle Finanzierung zu optimalen Konditionen angeboten werden. 

„Eisenhof“ Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft m.b.H.
Die Eisenhof ist eine gemeinnützige Bauvereinigung. Aufgabe gemeinnütziger Bauvereinigungen ist es kostengünstige, bedarfsorientierte und nachhaltige - also kurzgesagt insgesamt qualitativ hochwertige - Wohnbauten zu errichten, diese zu erhalten und ggf. zu modernisieren. Gemeinsam mit der Heimbau (einer ebenfalls gemeinnützigen Bauvereinigung, die die Betreuung der Eisenhof innehat) wird ein Bestand von nunmehr fast 12.000 Wohn- und Geschäftseinheiten betreut. Die beiden Unternehmen begleiten dabei alle „Lebenszyklusphasen“ ihrer Objekte - von der Grundstücksbeschaffung über die Projektrealisierung bis hin zur laufenden Verwaltung der fertigen Bauten.

Stadt der Zukunft
„Stadt der Zukunft" ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMK von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS) und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) abgewickelt.